Licht im Terrarium

Licht ist Leben, Licht ist der Motor unserer Natur. Sowohl der sichtbare Teil als auch der, den das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmen kann, ist die Quelle unseres Ursprungs und für die Tierhaltung eines der wichtigsten und am stärksten diskutierten Themen. Deshalb möchte ich mit diesem Thema beginnen und Erfahrungen der letzten Jahre teilen. Denn die Vielzahl an Möglichkeiten, Licht zu erzeugen, machen es auf den ersten Blick nicht leicht das passende Leuchtmedium zu finden. Trotz technischer vorschritte haben nach wie vor alle Beleuchtungsmethodenihre Vor- und Nachteile, die perfekte Lösung gibt es nicht und wird es in naher Zukunft wohl auch nicht geben, weshalb auf mehrere Lampensorten zurückgegriffen werden muss.

Technische Auswahlkriterien, die Basics:

Cri- und RA-Wert:
Oft wird starr dazu geraten, bei der Auswahl des Leuchtmediums rein auf den CRI oder RA-Wert zu achten. Dabei wird jedoch vergessen, dass ein guter CRI oder RA-Wert nur wenig über das zur Verfügung stehende Lichtspektrum aussagt sondern lediglich ein Referenzwert zur Beurteilung der abgegebenen Lichtfarbe des Leuchtmittels darstellt. Erst ab Farbtemperaturen von 5000 Kelvin werden tageslichtähnliche Spektren als Referenz heran gezogen. Ein Wert von 100 bedeutet daher keines falls, dass das Lichtspektrum dem der Sonne entspricht, sondern lediglich dass die abgegebene Lichtfarbe Sonnenähnlich wieder gegeben wird. So ist keine Aussage über die Farbverlaufkurve im Licht möglich. 

Lumen:
Als Grundlage für eine Helligkeitsbeurteilung von Leuchtmitteln wird immer wieder der Lumenwert herangezogen. Das große Problem an dieser Angabe ist jedoch, dass diese technische Größe an die Wahrnehmung des menschlichen Auges angepasst ist und der Lumenverlust nicht mitbedacht wird. Ein hoher Lumenwert gibt daher keine Auskunft darüber, wie viel Licht letztendlich auf eine Fläche trifft. 

Lux-Wert:
Wesentlich aussagekräftiger als Lumenangaben auf der Lampenverpackung ist die Ermittlung der Beleuchtungsstärke, gemessen in Lux. Dieser Wert gibt an, wie viel Lumen auf eine Fläche von einem Quadratmeter fällt. Als Formel gilt: 1Lux = 1*(Lumen/m²). Je höher also der Lux-Wert, desto mehr Licht trifft auf die gemessene Fläche. Hierbei gilt auch: Je näher das Lichtmedium an der beleuchteten Fläche steht und je weniger Lumen durch Streuung, Reflexion oder Absorption verloren geht, desto höher die Beleuchtungsstärke, auch wenn sie unserem Auge subjektiv nicht intensiver vorkommt. Ein weiteres wichtiges, Kriterium ist der Abstrahlwinkel. Bei Leuchtstoffröhren und anderen Leuchtmitteln, die einen Abstrahlwinkel von 360° aufweisen, geht viel Lumen für unsere Zwecke verloren. Diese lassen sich zwar mit Reflektoren umleiten, allerdings wird dabei das Licht auch wieder zurück auf die Leuchtmedien geworfen oder anderweitig gestreut, wodurch ein Reflektor keine gesteigerte Lichtausbeute von 100% bedeutet. Anders bei einer LED zum Beispiel, die je nach Bauart einen Abstrahlwinkel von 45-120° besitzt. So mag der Lumenwert im Datenblatt bei gleicher Leistung zwar geringer ausfallen, als beispielsweise bei einer Leuchtstoffröhre, der Lux-Wert fällt dafür höher aus, da weniger Lumen verloren geht.

Faktoren wie der Abstand des Leuchtmittels, reflektierende oder absorbierende Flächen, verwendete Reflektoren und systembedingte, bauliche Faktoren haben also großen Einfluss auf die Lichtverhältnisse im Terrarium. Den größten Einfluss nehmen dabei Abstrahlwinkel und der Abstand des Leuchtmittels ein. Die Lumenwerte verschiedener Leuchtmedien lassen sich daher nicht sauber miteinander vergleichen, sondern müssen zunächst auf den gemeinsamen Nenner „Lux“ gebracht werden. Hierfür gibt es auch recht günstige Messgeräte zum Erwerb. Erst mit diesem Wissen kann eine vernünftige Beleuchtung für ein Terrarium geplant werden, um sicherzustellen, dass auch im unteren Drittel genügend Licht ankommt.

Wer mehr über Lampen, ihre Funktion und mehr Detailwissen sucht, dem empfehle ich gerne nachfolgende Webseite: www.licht-im-terrarium.de

Blick in einen der Lichtkästen. UV Lampe, HQI Strahler und zwei mal T5 Balken.

Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen

T5, T8 sowie Kompaktlampen sind derzeit wohl die verbreitetsten und vielfältigsten Leuchtmittel auf dem Markt. Verschiedene Lichtfarben, von dunkel bis hell hin zu UV-Anteilen oder farbig ist alles dabei. Aber auch das, was wir benötigen? Ja, bedingt. Moderne Fünf-BandenLeuchtstoffröhren wirken zwar etwas dunkler auf das menschliche Auge, als die Drei-Banden Röhren, haben aber eine hervorragende Farbwiedergabe und ein ausgewogenes Spektrum, wodurch sich sehr gute Haupt- und Grundbeleuchtungen realisieren lassen. Heller und angenehmer, im Spektrum allerdings etwas schlechter bieten sich Drei-Banden-Röhren an. Als alleinige Beleuchtung eignen sich beide Lampentypen jedoch nicht. Zumindest nicht für Amphibien und Reptilien. Es gibt zwar einige Leuchtstoffröhren und Kompaktlampen mit UVA und UVB Anteil im Spektrum, jedoch fallen diese viel zu gering aus, als dass sie je von Nutzen wären. Zudem können Leuchtstoffröhren allein nicht genug Wärme produzieren, um Wüstenterrarien auf Temperatur zu bringen oder um lokale Wärmespots einzurichten. Über die letzten Jahre hat sich eine Vielzahl an Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen im Gebrauch befunden, wovon jede ihren eigenen Einsatzzweck erfüllte.

T8-Leuchtstoffröhren
T8-Leuchtstoffröhren gehören zu den älteren Technologien, wenn es um Licht geht. Sind aber nach wie vor ein beliebtes und bewährtes Mittel um Aquarien auszuleuchten. An elektronischen Vorschaltgeräten betrieben erzeugen sie 5-15% mehr Licht bei bis zu 30% weniger Stromverbrauch, je nach Hersteller und Lampenleistung, gegenüber KVG. Hitzeprobleme sowie das 50-Hz-Flackern durch konventionelle Vorschaltgeräte (KVG) gehören ebenfalls der Vergangenheit an. Nichtsdestotrotz haben sie durch ihren Durchmesser von 26mm den Nachteil dass sie viel Licht, welches durch Reflektoren zurückgeleitet wird, blockieren. Ebenso erreichen T8-Röhren nur bei 25°C Umgebungstemperatur ihre höchste Lichtausbeute, bei Temperaturen darüber fällt diese wieder ab. Ein Nachteil, denn in Lichtkästen und unter Reflektoren ist diese Temperatur schnell überschritten.  T8-Röhren fanden daher nur Verwendung als Aquarienbeleuchtung, denn im Wasser verhält sich Licht anders als an der Luft und für diese Einsatzzwecke eignen sich T8-Röhren nach wie vor bestens.

Vergleich zwischen einer Leuchtstoffröhre mit Reflektor und einer High-Power LED

T5-Leuchtstoffröhren
Heute werden hauptsächlich T5 Leuchtstoffröhren in Leuchtbalken verbaut, wenn sie für die Terrarienkunde Verwendung finden sollen oder im Wohnbereich eingesetzt werden. Die Lichtausbeute moderner „High-Output“ Röhren gegenüber den älteren T8-Röhren ist um bis zu 1,5x höher, im Bereich der Betriebskosten schenken sie sich jedoch nicht viel. T5-Röhren werden ausschließlich an EVG betrieben, was gepaart mit ihrer dünneren Bauweise wesentlich kompaktere Leuchtbalken und effektivere Reflektoren ermöglicht, die nicht zu viel Licht auf die Leuchtstoffröhren zurückwerfen. Die letzten Jahre sammelten sich alle möglichen Formen an T5-Balken an. Mit Reflektor, ohne Reflektor, Blendschutz, als High-Output und High- Efficiency Variante, Kunststoffbalken oder als  Aluminiumbalken. Aus Erfahrung lässt sich sagen, sie schenken sich alle nicht viel. Das Grundprinzip ist bei allen gleich und es macht nur dann Sinn diese Lampen einzusetzen, wenn kein Blendschutz, dafür jedoch ein guter Reflektor verbaut ist. Ohne Reflektor verliert man zu viel Licht an die Umgebung und ein Blendschutz verdunkelt das Licht unnötig. Ohne Reflektoren eignen sich diese Lampen lediglich als Not- oder Dämmerungslicht. Dies betrifft insbesondere Röhren unter 24W, welche im Vergleich zum Stromverbrauch viel zu wenig Licht liefern.

SolarRaptor Pro Alu 39W T5 SolarRaptor Pro Alu

An Farbspektren, Wattstärken und Längen halten die Hersteller mittlerweile einiges bereit und lassen aus T5-Röhren gute Haupt- und Grundbeleuchtungen realisieren und stellten eine der wichtigsten Lichtquellen in Aquarien- und Terrarienkunde dar. Als Grundausleuchtung für kleinere Amphibien- und Reptilienterrarien eignen sich diese Lampen sehr gut, ebenso als Dämmerungslicht in höheren Terrarien. Auf teure Speziallampen der Terrarien- und Aquarienhändler können Sie hierbei getrost verzichten. Am besten haben sich T5 Lampen mit dem Code 865 bewährt. Persönlich nutze ich diese Technik jedoch seit Ende 2017 nicht mehr.

Kompaktlampen/Energiesparlampen

An sich sind Kompaktlampen nichts anderes als Leuchtstoffröhren in kleiner Bauweise, haben allerdings ein Hitzeproblem. Das im Sockel verbaute EVG erwärmt die Lampe sehr stark, was zu einer Reduzierung der Lebensdauer führt – in geschlossenen Lichtkästen umso mehr. Auch stellt sich das Problem von ausgasenden Chemikalien durch die Wärmeeinwirkung bei älteren oder billig gefertigten Lampenmodellen. Dort lässt sich ein unangenehmer Chlorgeruch feststellen. Moderne Kompaktlampen, die innerhalb von wenigen Minuten ihre volle Helligkeit erreichen und moderne EVG verbaut haben, eignen sich bedingt als Grundbeleuchtung für kleinere Terrarien ohne engen Lichtkasten. Ein Reflektor sollte dennoch nicht fehlen und auf ausreichende Belüftung sollte geachtet werden. Für die Lichtkästen der Firma ExoTerra können leider nur Kompaktlampen eingesetzt werden, jedoch sollte hier dringend der Reflektor entfernt werden, wenn diese auf Glas stehen, um einen Hitzestau zu vermeiden. Bewährt hatten sich hier die OSRAM Energy Saver Star Lampen. Sie liefern ein angenehm natürliches und helles Licht für die ExoTerra-Terrarien, dienen mir heute jedoch nur noch als Notbeleuchtung, sollte bei Aufzuchtbehältern die Lichtquelle einen Defekt haben.

Eine einfache Kompaktlampe, die trotz ihrer größe viel Licht ab gibt.

HID und HQI Entladungslampen

Moderne Hochdruck-Entladungslampen spielen mit unter die wichtigste Rolle, wenn es darum geht, eine vernünftige Beleuchtung zu realisieren. Nicht nur haben sie eine hohe Lichtausbeute, sondern auch ein Spektralverlauf, der dem der Sonne am nächsten kommt. Mit diesen Lampen lassen sich sehr gut größere Terrarien ausleuchten und Wüstenterrarien durch ihre Wärmeentwicklung auf Temperatur bringen. Je nach Terrarienhöhe, Besatz und gewünschter Temperatur muss abgewogen werden, welche Lampenleistung zum Einsatz kommt. In hohen Terrarien kommt man bei großem Lichtbedarf um die 150W Varianten nicht herum. Bei kleinen Terrarien reichen oft schon 35W bis maximal 70W aus. Dabei empfiehlt es sich – vor allem bei geringer Höhe – besser zweimal 35Wzu wählen, um mehrere Sonnenplätze für die Tiere zu schaffen. Die größten Nachteile dieser Lampen sind die enorme Hitzeentwicklung und die damit einhergehende relativ kurze Lebensdauer sowie die Lumenabgabe auf 360°. Sobald sich die Lichtfarbe zu sehr ins Grüne verschiebt, sollten die Lampen getauscht werden. Trotz viel medialer Kritik an derartigen Lampen sind sie nach wie vor die effizienteste Möglichkeit viel Licht in exzellenter Qualität zu erzeugen.

35W SolarRaptor HID Strahler
Das dazugehörige EVG
Datenblatt zur 35W HID SolarRaptor
Quelle und weitere Informationen: http://www.econlux.de/produkt/hid-lampen/

LED

LED spielen seit längerer Zeit eine Rolle auf dem Leuchtmittelmarkt und finden nach und nach auch ihren Weg in die Terrarienkunde. Ich habe bereits viel mit LED gearbeitet und damit experimentiert. Als alleinige Beleuchtung sind sie für Amphibien und Reptilien ebenso ungeeignet wie die reine Beleuchtung über Leuchtstoffröhren. Während in der Aquarienkunde LED Lichtbalken bereits weit verbreitet und in kleineren Aquarien und Nanocubes Standard sind, stellt sich in der Terrarienkunde das Problem der Lichtausbeute und der Farbwiedergabe. Vor allem die ältere LED-Generation war sehr blaustichig und viel zu dunkel, als dass sie für den Einsatz im Terrarium geeignet gewesen wäre. Seit wenigen Jahren ist dies ein wenig anders, schließlich entwickelt sich die Technik in großen Schritten weiter. Noch fehlt es nach wie vor an serienreifen LED-Balken mit 5000-5500K Farbtemperatur, jedoch sind hochwertige LED Balken mit 4000K und 6000K mittlerweile soweit gereift in ihrer Technik, dass sie nicht nur ein Angenehmes Neutralweis/Tageslichtweis wiedergeben, sondern auch hohe Lichtausbeuten erlauben. Hochwertige LED-Fluter mit 6500K leisten ihr Übriges, um eine solide Grundbeleuchtung in über 100cm hohen Terrarien zu realisieren. Der große Vorteil an LED gegenüber anderen Lichtmedien ist die vergleichsweise geringe Wärmeentwicklung, gerade im Sommer ein wichtiger Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Die aktuelle LED-Generation und die Erfahrungen anderer Halter haben mich auch dazu ermutigt, die zukünftigen Terrarien mit Höhen von bis zu 80cm damit aus zustatten um eine solide Grundbeleuchtung sowie ein Dämmerungslicht zu realisieren – ohne dabei Hitzeprobleme zu bekommen. Dabei greife ich jedoch nicht auf fertige Produkte zurück, sondern fertige viel selbst an. Dabei kommen unter anderem LED-Streifen zum Einsatz, welche einen CRI Wert von 80+ aufweisen und bis zu 130 Lumen/W liefern. Ebenso rüste ich ausgediente COB-LED Fluter auf CREE Inc. LED um, welche mit einem CRI Wert von typischerweise 92 und bis zu 140 Lumen/W nahezu die gleiche Effizienz aufweisen wie HID-Metalldampflampen aber erheblich weniger Abwärme produzieren.

UV Beleuchtung:

Wohl kein anderes Thema ist so stark umstritten und wird in einschlägigen Foren regelmäßig zu Tode diskutiert, als das der UV-Versorgung im Terrarium. Aussagen wie „Die Tiere leben tief im Dschungel, da kommt eh nur 2% Licht an“ oder „Die sind eh nachtaktiv, brauchen die nicht“ sind auch heute noch oft zu hören. Fakt ist, UVA und UVB Strahlung sind nicht nur notwendig für die Vitamin D3 Synthese, sondern auch für das allgemeine Wohlergehen und den Hormonhaushalt. Ohne vernünftige UVA und UVB Versorgung ist keine artgerechte Tierhaltung möglich. Auch bei tief im Dschungel lebenden und nachtaktiven Tieren nicht. Der einzige echte Diskussionspunkt ist die Menge/Dauer an UV-Bestrahlung, die die Tiere benötigen. Wie eingangs geschrieben, eignen sich Leuchtstoffröhren und Kompaktlampen nicht im Entferntesten als Quelle der so wichtigen Strahlung. Während die Osram Vitalux mit ihren 300W für einen dauerhaften Einsatz zu stark ist, sind Ratschläge wie der, das UV-Schutzglas normaler HID und HQI Strahler zu entfernen ebenso wenig brauchbar wie gefährlich. Man kommt also um spezielle Lampen wie die BrightSun der Firma LuckyReptile oder die SolarRaptor der Firma EconLux nicht herum. Sie dienen als vernünftige UVA und UVB Quelle, liefern aufgrund ihrer  Konstruktion eine hohe, punktuelle Lichtausbeute (bis zu 11.000 Lux mehr im Vergleich zu normalen HQI Lampen!) bei verhältnismäßig humaner Leistungsaufnahme und haben ein dem der Sonne am nächsten kommendes Lichtspektrum.  Dabei sollte natürlich auf eine angemessene Leistung Acht gelegt werden. Je nach Terrarienhöhe, Besatz und Wärmebedarf kann zwischen 35W, 50W, 70W und 150W gewählt werden. Von UV liefernden Leuchtmitteln als alleinige Lichtquelle sollte dennoch Abstand genommen werden. Schattenplätze und Wärmespots ohne UV Anteil sind stets Pflicht. Nicht zuletzt aufgrund dessen, dass auch Tiere einen Sonnenbrand erleiden können. Die UV-Beleuchtung bei Reptilien sollte spätestens alle neun Monate getauscht werden, da die UV-Abgabe mit der Zeit nach lässt. Ich selbst verwende als UV-Quelle nur noch HID-Lampen der Firma Reptiles Expert, da ich beobachten konnte, wie sowohl Amphibien als auch Reptilien deren Licht dem der Konkurrenzprodukte vorzogen. Zudem sind diese Leuchtmittel preislich erheblich attraktiver, im Vergleich zu Produkten die über Großhändler zwischengehandelt werden. Ältere HID Leuchten  (>6 Monate) kamen und kommen in Amphibienterrarien und bei Nachtaktiven zum Einsatz, da deren altersbedingt verringerter UV-Ausstoß hierfür wie gemacht ist. Verschiebt sich das Lichtspektrum wie bei „normalen“ Entladungslampen in den grünen Bereich, sollte sofort getauscht werden.

Abschließend lässt sich sagen, dass jede Leuchtmittelart ihren individuellen Vorteil hat, wie auch ihren Nachteil. Während beispielsweise HID-Strahler auch in tieferen Bereichen der Terrarien hohe Lux-Werte erreichen und zudem auch UVA und UVB liefern können, erhitzen sie zugleich das Terrarium sehr stark und können punktuell auch Pflanzen zum welken bringen. Es ist von daher wichtig, ein gesundes Mittelmaß an Lichtausbeute, Temperatur und ausgewogenem Lichtspektrum zu finden, stets auf die Bedürfnisse der gehaltenen Tiere zugeschnitten. Die beste Kombination ist in der heutigen Zeit wohl eine Mischbeleuchtung aus HID-Strahlern mit UV Anteil sowie hochwertigen LED Leuchtmitteln. Ebenso ein vernünftiger Aufbau der Ein- und Ausschaltzeiten. Dies ist nur mit viel ausprobieren möglich, gerade Anfänger haben hier ihre Probleme dieses Mittelmaß zu finden.
Folgendes hat sich bei mir seit vielen Jahren bewährt:
HID Strahler, gleich ob mit oder ohne UV Abgabe, werden bei mir zum Beispiel über die Zeit von 10 Uhr bis 18 Uhr betrieben. Die Grundbeleuchtung bestehend aus LED, welche als Grundbeleuchtung und Dämmerungslicht von 7:30-10 Uhr und 18-20 Uhr fungieren. Somit bekomme ich ein über den Tag verteilten, naturnahen Temperatur und Lichtverlauf zustande, der den Tieren einen artgerechten Tag-Nacht-Rhythmus beschert.